Ausrichtung und Ziel des Graduiertenkollegs
Zwischen Herbst 2002 und Sommer 2008 untersuchte das interdisziplinär angelegte Graduiertenkolleg der ETH Zürich das komplexe Verhältnis zwischen der konkreten Stadtform, ihrer Wahrnehmung und den sie bedingenden Einflussfaktoren.
Das Kolleg förderte durch sein inhaltliches Programm und durch die vergebenen Stipendien besonders begabte und geeignete Nachwuchswissenschaftler aus allen mit der Geschichte des Städtebaus beschäftigten Disziplinen. Neben dieser individuellen Förderung sollte das Graduiertenkolleg den fachlichen Austausch zwischen den einzelnen Disziplinen anstossen und so einerseits die Qualität der entstehenden Doktorarbeiten positiv beeinflussen, andererseits aber auch in der Forschung zur Architekturgeschichte allgemein neue Impulse setzen.
Im Herbst 2008 hat das Graduiertenkolleg seine sechsjährige Arbeit eingestellt.
Geförderte Themen, Auswahl der Doktorierenden
Beschreibung, Analyse und Vergleich historischer Fallbeispiele standen bei der Auswahl der Themen im Vordergrund. Die Wirksamkeit ausserhalb der Architektur liegender Bedingungen, die Qualitäten spezifisch formal-ästhetischer Entwurfsentscheidungen sowie die gesellschaftlichen Folgen sollen in den einzelnen Forschungsthemen exemplarisch sichtbar gemacht werden.
Die Doktorierenden wurden, soweit dies in Kombination der Themen sinnvoll war, aus verschiedenen Disziplinen rekrutiert, um eine inter- wie auch transdisziplinäre Diskussion zu ermöglichen. Nach einer Laufzeit von sechs Jahren kann folgendes Résumée gezogen werden: Die fachliche wie intellektuelle Inspiration gerade zwischen den einzelnen Fachgebieten kann als ein wesentlicher Vorteil des Kollegs gegenüber den sonst am Departement Architektur der ETH Zürich üblichen Doktoratsstellen bezeichnet werden. Der wissenschaftliche Horizont wurde bei allen Doktorierenden erheblich erweitert.
Doktoratsstudium und Programm
Das Graduiertenkolleg machte es sich zur Aufgabe, neben der individuellen Unterstützung der einzelnen Doktorierenden durch administrative und fachliche Betreuung, ein über die gesamte Förderzeit abgestimmtes Programm anzubieten, das sowohl das Gesamtthema unter jeweils spezifischen Sichtweisen beleuchtet als auch methodische Fortbildungen in Form von Blockseminaren sowie Kolloquien und Fachtagungen umfasst.
Die angebotenen Veranstaltungen dienten dazu, vorhandene Lücken in den Bereichen des systematischen Bibliographierens, des analytischen Auswertens und des methodischen Vorgehens mit dem Quellenmaterial, aber auch mit der Sekundärliteratur zu schliessen und damit die wissenschaftlichen Grundlagen zu legen, auf denen eine qualifizierte Dissertation erst entstehen kann.



